Tierquälerei- näher als man denkt

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In Spanien werden die Tiere gequält, bis sie halbtote Skelette sind, und werden dann auf Müllhalden „entsorgt“. Besonders Hunde und Katzen sind davon betroffen. Etwa 20 000 Windhunde werden jedes Jahr bestialisch umgebracht.

In Griechenland und der Türkei besteht der Tierschutz nicht mal auf Papier.

Obwohl es so etwas in vergleichbarer Weise nicht in Deutschland gibt, zeigen Schreckensnachrichten doch immer wieder, was für eine kaputte Welt es doch ist.
In Katzenfutterwerbungen werden die Minitiger mit Truthahnpastete mit Basilikum gefüttert, während in NRW in einer Stadt unbekannte Täter einem Kater auflauerten, der sogar sein Frauchen unweit entfernt hatte, ihn mit zwei Schichten Autolack einsprühten, ihm etwas durch seinen Schwanz stochen und ihn dann über eine Mauer ins Gestrüpp warfen. Der Kater hatte Glück im Unglück, dank seines dichten Felles könnten die giftigen Substanzen im Klarlack nicht in die Haut eindringen. Größtenteils musste das Fell rasiert werden und einige Brüche hat der Kater auch.

Auch unglaublich: In Gießen hat ein muslimischer Mann versucht, einen Schwan zu schächten, und das mit einem stumpfen Klappmesser. Vor Gericht erläuterte der Mann, er müsse nach seinem Glauben normalerweise ein Schwein schächten. Das habe er nicht gekonnt. Also habe er es mit einem Schwan versucht, er habe gedacht, sie schmeckten wie Hähnchen. Die anderen Schwäne seien nicht zutraulich gewesen, aber der ist ihm nahe gekommen. Der Mann wurde wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetzt zu 75 Tagessätzen zu 10 € verurteilt. Das Tier wurde eingeschläfert, weil es zu starke Verletzungen aufwies.

In Island glauben 60% der Bevölkerung an Feen und Elfen. Beim städtischen Bauamt in Reykjavík gibt es sogar eine Beauftragte, die dafür sorgt, dass keine Straße durch ein Gebiet gebaut wird, dass von Elfen bewohnt ist. In Deutschland interessiert es auch keinen, ob durch irgendwelche Autobahnen Igelsiedlungen oder Krötenwanderungswege gekreuzt werden.
Obwohl man streng drauf achtet, dass die Elfen nicht morgens vom Straßenlärm aufgeweckt werden, (nichts gegen solchen Glauben, aber der Job der Elfenbeauftragte..., na ja...), ist die Jagd auf Wale von der Regierung gestattet worden.

Oder in Kanada, wo man immer wieder traurige Rekorde im Gebiet der Robbenjagd bricht. Mit Knüppel werden auch dieses Jahr die Zahlen der getöteten Robben-Babys um die 300 000 betragen, wobei davon 95 % unter drei Monaten alt sind.

Auch hört man in unserer Stadt häufiger, dass mit Gift oder Glassplittern präpariertes Fleisch in dem Wald ausgelegt wird. Ende März starben in Österreich zwei Hunde qualvoll, da sie mit E 605 vergiftetes Schweinefleisch aßen.

Und selbst Legebatterien sind schon Tierquälerei. Da kann man ja sagen, dass die Tiere in der natur gehackt werden. Aber das Hacken wird zum Festlegen der Rangordnung genutzt. Verhindert man dies, ist es gegen die Natur der Tiere- ebenso wie Käfighaltung.

Im ländlichen Bulgarien ist folgendes Ritual beliebt: Ein herrenloser Hund wird mit einem Strick eingeschnürt, und hoch in die Luft geschleudert, bis sich ihm die Gedärme entleeren und herausfliegen. Er wird dann noch lebend ins Wasser geworfen, wo er einen schrecklich langsamen, qualvollen Tod stirbt. Man kann es nicht sterben nennen, es ist vegetieren, verenden- abkratzen. Es ist unmenschlich. Wahrheitswidrig behauptet man dann, es sei ein alter Volksbrauch, wobei aber erwiesen ist, dass dieser Grund nur zur Rechtfertigung vorgeschoben wird.

Die „Bravo“ ist heutzutage doch noch zu etwas gut. Sie berichteten über einen Tiermarkt in China. Die Tiere, darunter fast alles, was Fell hat, warten in Käfigen, nicht mal groß genug, dass sie beim Atmen ihren Brustkorb anheben können, auf ihren Tod- und ihre Verarbeitung. Guangzhou heißt dieses Todeslager. Bravo erreichte durch Protestbriefe, dass der Markt geschlossen wurde.
Aber was passierte denn da so, außer den Käfigen: Katzen bei lebendigem Leibe kochen, Waschbären, ebenfalls quicklebendig, das Fell abziehen. Zum Abladen die Tiere 4 Meter durch die Luft schleudern, sodass ihnen die Knochen brechen. Wer schreit da nicht vor Schmerzen? Aber wenn sich diese gequälten Tiere das erlauben, erhalten sie Schläge auf den Kopf oder den Bauch.
Und wenn ein Bein aus dem Käfig guckt: na logo, das darf nicht sein. Ich schiebe es zurück, wenn es bricht, was juckt mich das. Ist doch nur ein Tier.

Sogar in Paris wurden auf dem Markt in praller Sonne Hundebabys, Hamster oder Meerschweinchen zum Verkauf angeboten. Junge Schildkröten wurden in engen Wasserbehältern ausgestellt. Es sind und es bleiben nur Tiere.

Menschlich. Animalisch. Mit animalisch ist die Unfähigkeit über sein Handeln nachzudenken gemeint. Dann sollte man die Begriffe einfach austauschen. Tiere töten, um die Nahrungskette aufrecht zu erhalten. Der Mensch ist das schlimmste Raubtier.


Quelle und copyright:

Text:  Rheinische Post; 14.05.2006

Bilder: tierheim-kronach.de