Hunde im Tierschutzgesetz
 

Tierschutz wird in Deutschland großgeschrieben. Deswegen werden Quälereien entweder mittels Freiheits- oder Geldstrafe geahndet. Bei einigen Verstößen wird auch ein generelles Halteverbot von Hunden ausgesprochen und der Hund wird dem vernachlässigenden Besitzer natürlich abgenommen.
 

Vergehen

Strafe

Hund misshandeln, töten, nicht ausreichend pflegen bzw. füttern

Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe; Entzug des Hundes und Tierhalteverbot (Nach § 17 TierSchG liegt eine Straftat vor)

Einen Hund fahrlässig bzw. versucht misshandeln oder aussetzen

Bußgeld von bis zu 25.000 € (Ordnungswidrigkeit)

Hund stehlen oder Hehlerei betreiben

Unterschiedliche Freiheits- sowie Geldstrafen möglich

Tierpornografie verkaufen oder erstellen

Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe (Nach § StGB 184 a liegt eine Straftat vor)


(Quelle: tierschutz.bussgeldkatalog.org)

Allerdings gibt es bezüglich der Hundehaltung nicht nur allgemeine Vorschriften aus dem Tierschutz, sondern auch die speziellere Tierschutz-Hundeordnung. Sie definiert Einzelheiten bezüglich der Hundehaltung im Zwinger sowie im Freien, der Fütterung und der Pflege. Hierbei muss sich der Hundebesitzer allerdings selbst schlau machen, denn es gibt eine Tierschutz-Hundeverordnung auf Bundes- und auf Landesebene. Möglicherweise definieren auch die Kommunen eigene Besonderheiten. Sie bestimmen auch das Bußgeld, das auf die Missachtung der Regelungen folgt.

Ordnungswidrigkeiten bezüglich der Hundehaltung sind die Folgenden:


- Hundekot auf öffentlichem Gebiet liegenlassen
- Maulkorbpflicht von Listenhund missachtet
- Missachtung der Leinenpflicht
- Halsbandpflicht im öffentlichen Bereich missachten
- Allgemeine Aufsichtspflicht verletzen

Die Leinenpflicht für Hunde


Eine Leinenpflicht gilt beispielsweise nicht bundesweit. Die Kommunen können sie in Wäldern, öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Gebäuden und Plätzen verordnen. Auch wenn die Leinenpflicht einigen Hundebesitzern ein Dorn im Auge ist, erfüllt sie insbesondere bei ungestümen Hunden einen Zweck. Vor allem ängstliche Eltern heißen die Leinenpflicht gut, da sie nicht um ihren Sprössling bangen müssen.

In den folgenden Bundesländern gilt eine generelle Leinenpflicht, sofern durch eine Beschilderung nicht etwas anderes deutlich gemacht wird:
 
- Berlin
- Brandenburg
- Bremen (während der Schonzeit aus dem Jagdbereich vom 15. März – 15- Juli; ansonsten dürfen Hunde unangeleint auf Waldwegen laufen)
- Hamburg
- Mecklenburg-Vorpommern
- Niedersachsen (während der Schonzeit aus dem Jagdbereich vom 15. April – 15- Juli; ansonsten dürfen Hunde unangeleint auf Waldwegen laufen)
- Sachsen-Anhalt (während der Schonzeit aus dem Jagdbereich vom 15. April – 15- Juli)
- Schleswig-Holstein
- Thüringen





 

 

copyright Text: Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. 

copyright Bilder: spanischehunde.de
 

Veröffentlichung auf spanischehunde.de: 22.06.2015

 

 

Vernachlässigte Hunde, so wie diesen Jagdhund, gibt es auch in Deutschland viele

 

Das aussetzten von Hunden ist auch im heutigen Europa viel zu beliebt.

 

Jeder Hund sollte ein Halsband tragen, am besten mit Telefonnummer daran.

 

Je nach Bundesland gilt eine strengere Leinenpflicht. Tipp: Umziehen in eine anderes Bundesland.