Schluss mit dem Blutbad in Rumänien
 


Wir nennen sie Menschenfreunde, Kameraden, treue Begleiter, doch es gibt Länder in denen ein Stück Dreck mehr wert ist als ein Hund. Rumänien gehört zu diesen Nationen, an deren Händen Blut von bestialisch gequälten Geschöpfen dieser Erde haftet.
Zum Töten freigegeben lautet die Botschaft des rumänischen Verfassungsgerichtshofes am 25. September 2013. Der Legalisierung der Tötung von Straßenhunden wurde zugestimmt. Damit wurde eine Hetzjagd auf die Hunde in Rumänien eröffnet, die seinesgleichen sucht.


Rumänien wird zum Friedhof unzähliger Tiere: totgefahren, tot geprügelt, verbrannt, gequält, massakriert ...
Wir leben in einem kultivierten Europa, das sich auf Werte, Ethik und Moral beruft. Doch beim Thema Hunde gibt es keine Lobby. Rumänien kehrt zurück ins Mittelalter und macht die Tür auf für Selbstjustiz. Auch Hunde sind Geschöpfe Gottes und sie haben das Anrecht auf eine würdevolle Behandlung. Die Straßenhunde können nichts dafür, dass man keine Möglichkeit findet die Population in geordnete Bahnen zu lenken. Und was tun Völker ohne Moral und Sinn für das Leben, wenn ihnen eine Aufgabe über den Kopf wächst: Sie lassen morden!

Warum handelt Europa nicht?

Europa braucht dringend ein einheitliches Tierschutzrecht. Zwar erkennt das Unionsrecht in Artikel 13 des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union Tiere als fühlende Lebewesen an, doch bietet es bis dato keine konkrete gesetzliche Grundlage für das Ergreifen rechtlicher Schritte, die sich gezielt mit dem Tierschutz auseinandersetzen. Dies macht den europäischen Tierschutz bis jetzt primär zur Sache der Mitgliedsstaaten. Die von vielen von Ihnen angesprochene Resolution 2012/2670(RSP) des über die Entschließung des Europäischen Parlaments zur Begründung eines EU-Rechtsrahmens für den Schutz von Haustieren und streunenden Tieren, die auf zahlreiche Forderungen von EU-Bürgern reagiert, fordert die Mitgliedsstaaten auf das Übereinkommen zum Schutz von Heimtieren des Europarats zu ratifizieren und dessen Bestimmungen zu implementieren. Da es sich bei dem Übereinkommen jedoch um einen internationalen zwischenstaatlichen Vertrag handelt, können in dieser Sache bisher leider nur Staaten agieren.
Dennoch darf die europäische Öffentlichkeit ihre Augen vor den grausamen Praktiken in einigen Mitgliedsstaaten nicht verschließen. Dabei ist das individuelle Engagement von europäischen Tierschützerinnen und Tierschützern essentiell, damit das Wohlergehen der Tiere in Zukunft besser gefördert werden kann und Geschehnisse wie jüngst in Rumänien nicht mehr auftreten können. Es liegt an jedem einzelnen Leser, weiterhin gegen die Umstände in Rumänien zu protestieren.



 

 

copyright Text: Peter Rensch, spanischehunde.de 

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Veröffentlichung auf spanischehunde.de: 24.10.2013