Was tun die Tierschützer in Spanien eigentlich?

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► Aufklärungsarbeit allgemein

Zur Tierschutzarbeit gehört auch, die spanische Bevölkerung darüber aufzuklären, ihre Hunde kastrieren zu lassen oder kranke Tiere auf Kosten der Tierschützer behandeln zu lassen. Die Haltung der Hunde lässt oft zu Wünschen übrig. Um etwas zu erreichen sind Überredungskünste notwendig. Auf Straßenmärkten dienen Informationsstände der Aufklärung zum Thema Tierschutz und artgerechter Tierhaltung.

 

► Aufklärungsarbeit an Schulen ??

 

Auch ein Umdenken der Kinder zu erreichen ist das Ziel. Mittlerweile besuchen Tierschützer auch Schulen um die Kinder und Jugendlichen in Sachen Tierschutz und artgerechter Tierhaltung zu unterrichten.

 

► Einflussnahme auf Behörden und Politik

 

Protestbriefaktionen und Unterschriftensammlungen werden unternommen, um auch ein Umdenken und Einschreiten der Behörden und Politiker zu aktivieren. Teilweise sogar mit Erfolg, siehe Tötungsstation Malaga.


► Aufsammeln der Straßenhunde

Täglich werden Tiere eingesammelt, sie sind oft verletzt oder misshandelt, vor Ort oder im Hinterland der Städte. Mittlerweile werden Tiere, die lästig geworden sind, auch von den Einwohnern zu bekannten Tierschützern oder Auffangstationen gebracht.

 

► Fütterung frei lebender Hunde

 

Oft werden auch Hunde von den Tierschützern kastriert und wieder an der Stelle des Einfanges, meistens in den Bergdörfern, ausgesetzt. Eine tägliche Fütterung dieser Tiere wird auch übernommen.

 

► Versorgung von Abgabe- oder Fundtieren

 

Diese werden dann kastriert, gechipt, ggf. vom Tierarzt umfangreich behandelt. Sobald dieser das OK gegeben hat, kommen die Tiere auf eine Pflegestelle oder in ein Tierheim, das von ehrenamtlichen Helfern geführt und finanziert wird.


► Freikaufen aus Tötungsstationen

Es werden Hunde aus den staatlichen Tötungsstationen freigekauft um sie vor dem sicheren Tod zu bewahren.


Umwandlung von Tötungsstationen in Tierheime

 

Es ist auch schon gelungen Tötungsstationen in Tierheime umzuwandeln. Leider gibt es auch immer noch Tierheime - an einer Tötungsstation angeschlossen - die bei Überbelegung und sehr kranken Tieren, immer noch Tiere töten.

 

► Änderung der Tötungsart

 

Mit Unterschriftenaktionen wurde erreicht, dass in manchen Städten, z.B. Malaga, die Tiere nicht mehr qualvoll in einer Gaskammer entsorgt werden, sondern mit der schnelleren und schmerzlosen Wirkung der Giftspritze.

 

► Entsorgung der Renn- und Jagdhunde

 

Es wurde erreicht, dass es in Spanien ein Tierschutzgesetz (seit Ende 2003) gibt, dass die Tötungen der Hunde durch Bauern und Bürger durch Erhängen oder andere quälende Methoden verbietet. Die Täter können jetzt angezeigt werden und mit einer Geldstrafe belegt werden.

 

► Spendensammlungen

 

Auf Straßenmärkten werden auf Informationsständen auch Trödelspenden zu Gunsten der Tiere verkauft. In deutschsprachigen Ländern und auch in Spanien werden Sach- und Geldspenden von Bürgern gesammelt um die Tierschützer zu unterstützen und die arbeit zu finanzieren.

 

► Sach- und Geldspenden werden gebraucht für:

 

Kastrationsaktionen

nötige Operationen

Medikamente

Wurm- und Flohmittel

Futtermittel

Strom und Wasser

Mieten für die Gebäude und das Gelände

Instandsetzungsarbeiten im Tierheim

Vermittlung Inland (Spanien) und andere Länder

 

► Bitte beachten

 

Bei allen genannten Tätigkeiten ist zu berücksichtigen, dass alle Helfer und Tierschützer ehrenamtlich arbeiten. Es gibt keinerlei Unterstützung von der Regierung oder den Städten und Gemeinden. Jegliche Arbeit muss aus privaten Mitteln oder Spenden finanziert werden. Einige Mitwirkende betreiben Tierschutz bis zur Privatinsolvenz oder leben am Rande des Existenzminimums.

 

Zum Vergleich

 

Staatliche deutsche Tierheime dürfen nicht töten und werden von Städten und Gemeinden mitfinanziert.

Staatliche spanische Tierheime gibt es nicht sondern Tötungsstationen, in denen nur für die Tötung eine Zahlung erfolgt, nicht aber für die Pflege.

 

 

© Claudia Pieper, Alexander M. Ewald; spanischehunde.de

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