AUPA – Vom staatlichen Hundezwinger zum Tierheim
 

AUPA heisst: „Adopta Un Perro Abandonado“, übersetzt: Adoptiere einen verlassenen Hund. Gegründet 2010 von Daniela, Elena, Pilar und Carmen, vier sehr engagierten Tierschützerinnen,  übernahm der Verein die Verantwortung für das staatliche Tierheim im Norden Valencias.

Die Zustände waren grauenhaft: überfüllte winzige Zellen ohne Körbchen oder Napf, die Hunde schliefen und aβen in ihrem eigenen Kot: Eben das, was man sich unter einer Tötungsstation vorstellt. Wurde die Höchstzahl der Insassen überschritten wurde aussortiert und vergast.

Heute sieht das anders aus. Mit einer großzügigen privaten Spende konnte die Anlage 2012 vollständig renoviert werden. 150 Hunde leben jetzt in kleinen Gruppen von 4 bis 5 Hunden in hellen, großzügigen Innen- und Aussengehegen, mit Körbchen, Decken, Spielzeug, Hundehütten, Futter und Wasser, dass aus einer Spenderanlage jederzeit frisch fließt. In verschiedene Bereiche aufgeteilt sind große, mittlere und kleine Hunde getrennt. Alle haben ein großzügiges Auslaufgebiet.... mit Pool!

 AUPA und die Mancomunidad de l´Horta Nord (Provinzverwaltung) teilen sich die Einrichtung. Der Unterhalt der Anlage, sowie die die Kosten für Erstimpfung, Entwurmung, Euthanasie und ein Futterzuschuss werden von der Mancomunidad übernommen. Die Verwaltung des Tierheims und die vernünftige, liebevolle Versorgung und Unterbringung der Tiere, sowie Adoptionsvermittlung leistet AUPA, die auch die Freiwilligen stellt, die die Reinigung der Zwinger vornehmen.

 AUPA lehnt Euthanasie rigoros ab. „Nein, wir töten keine Tiere. Wir sind ein Tierschutzverein, wir behalten die Tiere bis an ihr Lebensende, wenn es nötig ist“, sagt Daniela, die Hauptverantwortliche von AUPA, ernst. „Aber wir müssen auch schon mal einen Hund einschläfern. Erst vor wenigen Tagen mussten wir Abschied von Willy nehmen. Er war drei Jahre bei uns, hatte ein Nierenleiden, das am Ende nicht mehr behandelt werden konnte. Der Tierarzt kam und hat ihn erlöst.“  

„Langzeitinsassen“, die in jeder Perrera längst eingeschläfert worden wären, gibt es einige: Da sind Paul und Goliath, Schwergewichte, jung und ungestüm, aber wegen ihrer Größe kaum zu vermitteln. Oder George, der nur noch drei Beine hat und damit recht vergnügt durch die Gegend hüpft, oder Duque und Pepa die jeweils über 10 Jahre alt sind und „nichts mehr wert sind“. Hunde aus dem Tierheim sind „gebraucht“, die Leute wollen lieber was „Neues“.

Mein Patenhund und ich„Wir freuen uns über jeden adoptieren Hund. Aber es gibt auch andere Möglichkeiten zu helfen. Eine Patenschaft z. B., damit können wir unsere Hunde ein bisschen mehr verwöhnen und besser versorgen. Diese „glücklicheren“ bekommen Leckereien, Spielzeug, Pipetten zur Antiflohbehandlung und auch teurere medizinische Versorgung, beispielsweise bei Leishmaniose, wenn das nötig wird. Wir können das nicht für jeden Hund leisten. 800 Euro im Monat für Futter und einen Besuch vom Tierarzt pro Woche, das ist der Beitrag der Mancomunidad für unsere Einrichtung. Die in Wirklichkeit anfallenden 2.300 Euro allein für das Futter und die enormen Kosten für Medikamente, Reinigungsmittel, Operationen u.s.w., müssen wir selber aufbringen. Wir sind für jede Spende dankbar. Im Moment fehlt es an allen Ecken und Ende. Es ist Ferienzeit.“ erklärt Daniela.

Die Zusammenarbeit von Provinzregierung und Tierschutzverein ist möglich und hier gibt es ein besonders gelungenes Beispiel für die Umsetzung. Hilfe ist trotzdem dringend nötig.

Möchten Sie AUPA unterstützen? Mehr Informationen und Bilder finden Sie auf der Internetseite www.adoptaunperroabandonado.es oder auf Facebook adoptaunperroabandonado.

 Als inzwischen ebenfalls freiwillige Mitarbeiterin stehe ich auch gerne für Fragen zur Verfügung.

 

copyright Text: spanischehunde.de Anja Balland, Modúbar de la Empardada (Burgos)

copyright Bilder: spanischehunde.de Anja Balland, Modúbar de la Empardada (Burgos)
 

Veröffentlichung auf spanischehunde.de: 24.08.2013